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Sicheres Löschen von Festplatten

Vorgeschichte

Für eine Studie zum Datenschutz bei gebrauchten Festplatten ersteigerte eine Firma im Internet 200 Festplatten. Die Untersuchung dieser Festplatten ergab, dass ca. 72% der noch intakten Festplatten persönliche und geschäftliche Daten ihrer Vorbesitzer enthielten. Unter anderem wurden Berichte und Protokolle einer Behörde, sowie der Schriftverkehr einer Großbank gefunden.
Dieses Beispiel ist nur ein Auszug aus einer Reihe von derartigen Vorfällen.
Viel  zu oft ist der Umgang mit Festplatten auf denen sich vertrauliche Daten befinden, zu leichtfertig.

Oft wird aber auch die Brisanz dieses Themas selbst bei großen Firmen nicht erkannt. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern ausgediente Firmen-PCs zu Sonderkonditionen an.

Dabei werden oftmals nur unzureichende Löschprogramme verwendet, die eine zuverlässige Datenvernichtung nicht garantieren können.

Denn für jedes Löschprogramm das entwickelt wird, entwickelt irgendjemand ein Programm, das die Daten trotzdem wieder herstellen kann.

DEFINITION LÖSCHEN VON DATEN

Löschen ist das Unkenntlichmachen gespeicherter Daten!

DEFINITION „UNKENNTLICHMACHEN“

…… ist eine Handlung, die irreversibel bewirkt, dass eine Information nicht länger aus gespeicherten Daten gewonnen werden kann!  (BDSG, 6.Auflage 2006, § 3 Rn. 174)

Selbst das in Fachkreisen für ausreichend befundene Löschverfahren nach der „Peter Gutmann Methode“, wonach die Festplatte  35 x  überschrieben wird, bietet keine vollständige Sicherheit.

VW hat reagiert!

Bisher wurden auch dort die Festplatten mit einer Spezialsoftware mehrmals überschrieben.  Eine 100%ige Sicherheit gab es jedoch auch nicht.
Seitdem werden Festplatten von Firmen-PCs nicht mehr weiter verkauft, sondern durch Shreddern vernichtet.

Bohren oder Durchsägen reicht nicht aus!

Selbst beim Zerkleinern von Festplatten  ist einiges zu beachten.
So darf z.B. eine bestimmte Partikelgröße nicht überschritten werden.
Außerdem müssen mehrere Festplatten nacheinander in ein Sammelbehältnis hineingeshreddert werden um durch die Vermischung der Teile eine Wiederherstellung unmöglich zu machen.

Das Thema Datenschutz ist sowohl bei Firmen  als auch in Privathaushalten noch nicht ausreichend  in den Focus gerückt.

Dabei können einzelne Adressen für Unbefugte bereits interessant sein.
Sicher; Man sollte doch die Kirche im Dorf lassen!

 Nicht alle Festplatten sind für Interpol oder für irgendwelche Datendiebe interessant.

Nachfolgend einige Tipps zum sicheren Umgang mit Festplatten:

1.    Prüfen Sie genau, ob Sie wichtige, vertrauliche Daten auf Ihrer Festplatte gespeichert haben.
Dabei genügt, wenn Sie bereits persönlich Daten von Kunden (wie z.B. Anschrift, Geb-Datum, Kto-Verbindung, etc.) gespeichert haben.
Diese Menschen haben einen Rechtsanspruch darauf, dass ihre Daten nicht an Dritte weitergegeben werden können, bzw diese Daten auch unwiderbringlich vernichtet werden.

2.    Wenn Sie glauben, dass vertrauliche  Daten oder Verschluss-Sachen auf Ihrer Festplatte gespeichert sind, sollten Sie kein Risiko eingehen.

3.    Verzichten Sie lieber zugunsten Ihrer eigenen Sicherheit auf den Erlös, den eine gebrauchte Festplatte evtl. bringt.

4.    Suchen Sie sich für die Vernichtung Ihrer Festplatten einen „zuverlässigen“ Partner, der Ihre Festplatten auch tatsächlich vernichtet. Zuverlässige Partner erstellen Ihnen eine Vernichtungserklärung, welche sogar die Festplatten-Seriennummer beinhalten kann.

5.    Haben Sie nur eine oder zwei Festplatten, die endgültig zerstört werden sollen, so genügt es, wenn Sie die Scheiben ausbauen und die Oberfläche mit einem Schwingschleifer oder einer Flex  zerstören.

6.    Haben Sie keine persönlichen Daten von anderen Kunden gespeichert, so genügen oftmals sog. Löschprogramme.
Sie sollten sich nur im Klaren darüber sein, dass es für das Löschprogramm, welches Sie gerade anwenden, auch ein Programm gibt um die Daten wieder herstellen zu können.
Bewährt haben sich Löschprogramme, welche die Festplatten durch mehrmaliges Überschreiben mit Zufallszahlen bzw. mit verschiedenen Bitmustern, löschen.

Dabei sind 3 bis 7 Überschreibzyklen durchaus als Mindestaufwand zu sehen. Ist man sich seiner Sache nicht ganz sicher, so kann noch häufigeres Überschreiben sinnvoll sein.


Ob und wie wichtig Ihre Festplatten für andere sein können, müssen Sie entscheiden!


 

 

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