Telefon 09163 - 290
Telefax 09163 - 1459
info@kretzmann-gmbh.de

 
 

Schadstoffe - eine Endlose Geschichte

Wer kennt sie nicht.
Schadstoffe, die uns einen Teil unseres Lebens begleitet haben, die uns teilweise noch immer begleiten und die wir am liebsten eher heute als morgen loshaben möchten.
In unserer Übersicht haben wir die gängigsten und bekanntesten Schadstoffe und die Gefahren die von ihnen ausgehen, beschrieben.
Damit möchten wir auch dem weniger kundigen Mitbürger die Problematik der Stoffe näher bringen und so eine gewisse Sensibilität erzeugen.
Die Aufzählung ist nicht abschließend. Sie wird ständig erweitert.

ASBEST

Asbest finden wir in den vielfältigsten Anwendungsgebieten. Dazu zählen z.B. Bedachungen aus Asbestzementplatten, asbesthaltige Brandabschottungen, Verkleidungen von Stützen mit „Promabest“-Platten,  Spritzasbest an Decken und statisch relevanten Bauteilen als bautechnischer Brandschutz, asbesthaltige Kleber für Fliesen bzw. PVC Bodenbeläge, asbesthaltige Brandschutzklappen und vieles mehr.
Der Umgang mit asbesthaltigen Gefahrstoffen muss durch sachkundige Personen überwacht und begleitet werden.
Sachkundige sind Personen, die auf Grund ihrer Ausbildung und Erfahrung, den richtigen Einsatz von Schutzmaßnahmen beurteilen können. Zu den Schutzmaßnahmen gehört die Persönliche Schutzausrüstung der Mitarbeiter. Dazu zählen  geeignete Schutzanzüge sowie Atemschutzgeräte mit P3 Filter.
Der zu sanierende Bereich wird durch staubdichte Schottwände abgedichtet. Begangen wird der so genannte „Schwarzbereich“ über eine Personenschleuse, die das Verschleppen von Asbestfasern verhindern soll. Alle ausgebauten asbesthaltigen Gefahrstoffe werden staubdicht verpackt und durch eine Materialschleuse zur weiteren Entsorgung in bereitgestellte Container verbracht.
 Der Sanierungserfolg wird über eine Kontrollmessung nach VDI 3492 Blatt 2, welche eine Asbestfaserkonzentration unter 500 Fasern/m³ Raumluft vorsieht, dokumentiert.


PCB/LINDAN

PCB kam über viele Jahre als Weichmacher in dauerelastischem Fugenmaterial zum Einsatz. Ebenso in Kondensatoren von Leuchtmitteln mit Leuchtstoffröhren bzw. in Transformatoren. Häufig wurde PCB als Zusatz von Beschichtungsmitteln, Farben und Lacken eingesetzt ( z.B. Akustikbeschichtung von Deckenplatten).

PCP bzw. Lindan kam als Zusatzmittel bei Holzschutzlasuren zum Einsatz.
Diese Gefahrstoffe gehören zu der Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe.
Die Primär- bzw. Sekundärquellen setzen bei erhöhten Temperaturen Gase frei, welche für den Menschen als krebserzeugend eingestuft wurden. Besonders auf langjährig abgelagerten Stäuben (Sekundärquellen) sind häufig sehr hohe Schadstoffvorkommen festzustellen.

Der Sanierungserfolg wird über eine Kontrollmessung, welche eine Raumluftkonzentration kleiner 300 ng/m³ Raumluft vorsieht, dokumentiert.


PAK

PAK`s (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) kamen über viele Jahre als Zusatz von Klebematerialien beim Verlegen von Parkettböden zum Einsatz.
Weiterhin wurde PAK als Zusatz von Dichtungsmaterialien im Hoch- und Wasserbau eingesetzt.
Besonders beim Kühlzellenbau wurde PAK- haltiges Korkmaterial eingebaut. Auch auf Flachdächern findet man häufig dieses Material.
PAK`s  besitzen die Eigenschaft auf Grund des niedrigen Dampfdruckes an Staubpartikeln anzuhaften.
Das Material ist an seinem Teergeruch zu erkennen.
Die Primär- bzw. Sekundärquellen setzen bei erhöhten Temperaturen Gase frei, welche für den Menschen als krebserzeugend eingestuft wurden.

Die Entsorgung erfolgt bei einer Massekonzentration von > 50 mg/kg als „gefährlicher Abfall“ in einer speziell dafür zugelassenen Entsorgungsanlage.

DIOXINE/FURANE

Diese Gefahrstoffe entstehen nach Brandeinwirkung und sind im Ruß zu finden.
Die Gefahrstoffe zeigen eine hohe Toxizität und sind als krebserzeugend und immunschädigend eingestuft.
Früher waren Dioxine und Furane ein Problemkind der Müllverbrennungsanlagen. Doch durch die Fortentwicklung und durch den Bau technisch ausgereifter Filtertechniken scheint dieses Problem zumindest in den Müllverbrennungsanlagen gelöst zu sein.
Problematischer ist die Dioxinentstehung bei Bränden, da dort keine Filtertechnik vorhanden ist. Daher müssen Brände weiträumig abgesperrt werden und das vor Ort befindliche Personal muss mit entsprechender Sicherheitsausrüstung ausgestattet sein.
Der allgemein bezeichnete „Brandschutt“ darf daher keinesfalls als „normaler Abfall“ entsorgt werden. Brandholz ist nach „Altholzverordnung“ als „gefährlicher Abfall“ zu entsorgen. Brand-Bauschutt darf nicht ohne vorherige Analyse in eine Bauschutt-Recyclinganlage verbracht werden.
Denken Sie daran: Eine momentan günstige Entsorgung dieser problematischen Abfälle kann zu einer teuren Angelegenheit werden, da Sie als „Hausherr und somit als Abfallerzeuger“ nachweispflichtig sind.
Außerdem: Eine unsachgemäße Entsorgung von solchen, schadstoffhaltigen Abfällen bedeutet eine unkontrollierte Schadstoff-Verteilung.
Wer weiß also, wo und wie wir diesen Schadstoff eines Tages wieder zurück bekommen.  

KMF

Seit 1996 müssen künstliche Mineralfasern als nicht mehr krebserregend gekennzeichnet werden.
Alle vorher im Hochbau bzw. in der Industrie als Wärme- und Schallisolierung eingebauten Dämmmaterialien gelten als Gefahrstoffe und sind entsprechend der TRGS 521 fachgerecht auszubauen.
Verbaut wurde das Material z. B. als Rohr- und Kesselisolierung, als Deckenauflage zur Verbesserung der Schallisolierung, als Wärme- bzw. Trittschalldämmung im Bodenaufbau, als Schallisolierung in Leichtbauwänden usw.
Es handelt sich hierbei um synthetisch hergestellte Fasern die bei der Demontage erhebliche Faserstäube freisetzen.
Der Gefahrstoff wird als krebserregend eingestuft.

SCHIMMELPILZE

Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt. Ihre Sporen sind fast überall zu finden, also auch in Innenräumen. Die Ursachen für deren Entstehung und Entwicklung liegen einerseits im direkten Eintrag von Feuchtigkeit. Dies kann z. B. über defekte Dächer, Risse im Mauerwerk, ungenügendes Austrocknen von eingebrachten Baustoffen oder Wassereintritt infolge Rohrbruch bzw. Überschwemmungen erfolgen. Andererseits kann die Ursache an dem unzureichenden Abtransport der erhöhten Raumluftfeuchte liegen. Beispiel dafür sind Baufehler (Wärme-/Kältebrücken) die zur Taupunktverlagerung und Kondensatbildung auf der Wandinnenseite führen. Weiterhin ist das unsachgemäße Heiz- und Lüftungsverhalten, besonders nach veränderten Raumnutzungen oftmals Ursache für Schimmelbildung.
Schimmelpilze entstehen dort wo die drei Faktoren stimmen: Temperatur, Feuchtigkeit und Nährstoffangebot. Wenn die relative Luftfeuchtigkeit im Raum auf Dauer 65-70 % und auf der Wandoberfläche 80 % überschreitet ist eine Schimmelpilzbildung sehr wahrscheinlich.
Schimmelpilze können, über die Luft eingeatmet, gesundheitliche Gefährdungen wie allergische und reizende Reaktionen beim Menschen auslösen. Fachleute sehen einen Zusammenhang zwischen der Belastung mit Schimmelpilzen und Atemwegsbeschwerden.

SCHWERMETALLE

Unter Schwermetalle fallen der größte Teil der Metalle. Sie haben eine Dichte  > 4,5 g/cm³. In der Gruppe der Schwermetalle finden wir z. B. Kupfer, Blei, Quecksilber, Cadmium, Mangan, Zink und Eisen.
Früher wurde in Deutschland zur Herstellung von PVC Blei und Cadmium eingesetzt; Quecksilber in Fieberthermometern bzw. als Beimischung bei Holzschutzmitteln; Blei, Zink, Kupfer und Eisen für Trinkwasserleitungen.
Sie sind biologisch nicht abbaubar und reichern sich in der Nahrungskette an.
Quecksilber z.B. wird über die Lunge aufgenommen und bewirkt Reizungen der Atemwege und schädigt Nieren und zentrales Nervensystem;
Blei reichert sich in den Knochen an, nachdem es über die Nahrung in den Körper gelangt und beeinträchtigt das Nervensystem;
Kupfer verursacht nach Einnahme Schäden im Verdauungssystem;
Cadmium ist sehr giftig und krebserzeugend;

 

 

Kretzmann GmbH • Traishöchstädter Weg 8 • 91462 Dachsbach